· 

Unverhofft berührt

Was soll ich dazu sagen...ungewöhnlich, ausgesprochen ungewöhnlich, aber grandios. Stiefbrüder ohne Blutsverwandtschaft, die sich eigentlich hassen. Oder doch nicht? Das Buch zog mich im ersten Moment in seinen Bann. Was mögen Marci und Dorie nicht aneinander, in genau welchem Moment werden sie erwachsen und wann werden aus ihnen Marc und Theodor? Und warum genau sind sie über Jahre hinweg so garstig zueinander? Hat das tiefere Gründe?

Wie ich sagte, das Buch zog mich in seinen Bann, lies mich nicht los und verfolgte mich sogar heute Nacht in meinen Traum. Das Buch, aus der Sicht von Marc geschrieben, zeigt auf, welche Gefühle wachsen und entstehen können, zeigt auch die Sensibilität von Männern auf. Für alle, die jetzt grinsen, ja ich bin begeistert, der ach so toughe Marc hat Gefühle und weiß nicht aus noch ein. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel, dass immer tiefere Einblicke gewährt in das Seelenleben eines Mannes. Vertrauen spielt hier auch eine feste Rolle, doch wie erlangt man es, wenn man sich jahrelang gehasst hat und war der Hass echt? Auch ein kleiner Fetisch taucht auf, ein liebenswerter, der Marc hart fordert und Theodor überfordert, die Preisgabe seines Geheimnisses ängstigt ihn. Die Charaktere zeigen eine Tiefe, wie man sie bei Jessica Martins Büchern gewohnt ist, die aber immer wieder überrascht. Mir hat das Buch sehr gefallen, die Wirrungen und Wendungen sind wundervoll beschrieben und lassen einen mitfiebern und mithoffen. Volle Leseempfehlung.                                        

Kommentar schreiben

Kommentare: 0