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Leck mich doch am Eiszapfen

Dr. Norbert Kluge, der Name ist hier Programm, trägt einen Norwegerpullover und hat einen furchtbar lustigen zweiten Vornamen. Er ist Geologe und hat beschlossen, Steine sind das Maß aller Dinge. Sie verlangen nichts, sie ärgern niemanden, sind einfach da und gut. Dr. Hannes Winter, auch hier ist der Name mehr als passend gewählt, ist Meteorologe und es verschlägt ihn genauso wie Dr. Kluge in Richtung Nordpol. Er möchte die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels erforschen. Ein halbes Jahr Dunkelheit und zwei Männer, die verschiedener nicht sein könnten. Kann das gut gehen ? Jona Dreyer schafft es, mit einem unglaublichen Augenzwinkern und einem großartigen Schreibstil ein Atmosphäre zu schaffen, wie sie knisternder nicht sein könnte. Sie schafft es, den Leser zu fesseln und in vielen Szenen des Buches nicht nur kichern, sondern herzhaft lachen zu lassen. Ihre Charaktere sind aber auch wirklich zu komisch im positiven Sinne und einfach zum Liebhaben. Die Geschichte zieht den Leser in ihren Bann, man kann das Buch einfach nicht weglegen und möchte mehr als einmal rufen "jetzt mach doch mal - ach leck mich doch am Eiszapfen..." Wunderbare Charaktere, knisternde Situationen und eine unglaubliche Komik hat das Buch und ganz ehrlich - spätestens mit Auftauchen von Niko - Laus, also Niko, der Filzlaus kommt man aus dem Kichern kaum heraus. Zwar nimmt das Buch kurzzeitig eine tragische Richtung ein, wendet sich aber wieder zum Guten und lässt den Leser seufzend zufrieden lächelnd zurück in den Sessel sinken. Für mich ein absolut gelungenes Buch, ich werde es sicher nicht nur einmal lesen. Absolute Leseempfehlung !!!!

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