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Rucksacktour -Feind im Gepäck

Italien, Sommer und Sonnenschein und eine geplante Rucksacktour - wenn, ja wenn da nicht dieses fiese Drüsenfieber-Virus den besten Freund ans Bett fesselt. Es ist alles wunderbar geplant. Die Zeit zwischen Studium und Abitur wollen zwei Freunde durch Italien reisen. Allerdings spielt die Gesundheit nicht mit und so springt der verhasste Bruder seines besten Freundes Lelio ein und begleitet den Hauptprotagonisten Nevio auf seiner Tour. Alles könnte schön sein, wenn es nicht genau der Mann wäre, der Nevio die Jugend zur Hölle gemacht hat. Doch ist er tatsächlich der Mobber, den Nevio seit vielen Jahren kennt und der ihm so richtig verhasst ist? Ist es vielleicht ganz anders als er denkt?

Nathan Jaeger hat hier wieder eine seiner typischen, und das ist durchaus als seeeehr positiv zu werten - Gayromancen geschaffen. Eine Geschichte, die voller Herzblut die Interaktion zwischen zwei Männern aufzeigt, die innen ganz anders zu sein scheinen, als sie es nach außen tragen. Ihm ist es gelungen, aufzuzeigen, welche tiefe Zerstörungskraft Worte und auch tätliches Mobbing auf die Seele und das Selbstbewusstsein eines Menschen haben können. Können die beiden Jungs irgendwann auf einer Ebene interagieren, miteinander reden, klären, was damals schief gelaufen ist? Das Buch ist fließend mit einer wunderbar sanften Storyline geschrieben. Man muss nicht absetzen, kann in einem Zug durchlesen. Auch deshalb sage ich hier, es ist ein typischer Jaeger. Wer den Schreibstil gern mag, so wie ich, der wird dieses Buch genießen und hin und wieder auch ein leises Awww nicht verhindern können. Ich gebe hier eine volle Leseempfehlung und die maximal möglichen 5 Sterne. Ein schönes Buch....

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