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Forever, solange wir uns halten

...hmmm lange habe ich für diese Rezi hin und her überlegt. Was hat mich bewegt, wie ist das Buch denn nun? Lohnt es sich zu lesen ?

Erstmal ein völlig unspektakuläres Ja. Die Beantwortung ist dennoch recht schwierig für mich, denn ein simples Ja impliziert zwar alles, sagt aber nichts genaues aus. Zuerst einmal, es ist ein typischer Tommy Herzsprung. Was soll das nun wieder heißen... Das soll heißen, wer seine Bücher mag, wird dieses hier lieben. Es ist in seinem ureigenen Stil geschrieben, man taucht in die Geschichte ein, liest und liest und liest und ... ach was soll ich weiter lamentieren, sogar mein Käffchen ist darüber kalt geworden und ganz ehrlich, dass passiert mir selten(st) also eigentlich nie. Isser aber, Ehrenwort. Und kalte Plörre - bäh. Also zurück zum Thema, was macht das Buch so besonders. Es ist die Geschichte zweier Männer, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten und doch sind sie sich im Herzen nah. Keiner von ihnen will das jedoch zugeben. (an dieser Stelle entfleucht mir ein gestöhntes "Männer" mit einem Augenrollen) Einer ist ruppig, ein Rocker, der versucht, durch Härte von seinem weichen Kern abzulenken. (Leif). Der andere ist ein Yankee, ein Nordamerikaner mit dänischen Wurzeln, den man sich in den ersten Kapiteln ein wenig - nunja vielleicht ein wenig mehr - weichgespült vorstellt. Doch dem ist ganz und gar nicht so. Brain, der Yankee (er hasst es, wenn Leif ihn so nennt) tritt einen recht schweren Weg an, zurück zu seinen Wurzeln - nach Dänemark in die kleine Exklave Christiana nahe Kopenhagen, um seine verstorbene Mutter beizusetzen. Diese gab ihn zum Vater, als er grade zwei war. Was steckt dahinter, wer war seine Mutter und was hat die Rockergang Riders mit der ganzen Sache zu tun? Spannend, sehr gut geschrieben, mit ausgearbeiteten Charakteren. Absolut genial, nicht zum weglegen. Jeder Charakter entwickelt einen oder mehrere Züge, die man/frau so nicht erwartet hat. Es geschehen Dinge/es passieren Vorkommnisse, die man so niemals hätte erahnen können. Können Leif und der Yankee, dagegen an"stinken" und werden persönliche Hindernisse den gemeinsamen Weg der beiden Hauptprotagonisten verhindern? Welche Rolle spielt ein Storm dabei? Der Antagonist wird ein wenig weich/undeutlich umrissen, was nicht heißen soll, er kommt weich rüber. Ich meine damit, dass der Charakter, wie ein wahrer Mafioso, leicht durchscheinend und ungreifbar bleibt. Das hat mich fasziniert. Das ist echt grandios erarbeitet. Der Chef der Riders - Storm -  versucht alles nieder zu walzen, was sich ihm in den Weg stellt. Hey, aber die Yankees waren schon immer zähe Hunde - und so kommt es auch hier erstens anders, als man zweitens denkt. Großartig. Erwartet das Unerwartete. Lest selbst. Von mir volle Leseempfehlung und ein fröhlich geschmettertes "Weiter so Tommy - ich will mehr von Dir - also aus Deiner Feder - also Du weißt, wie ich das meine"  Absolute Leseempfehlung.

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