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Die Legende der Lichtgeborenen Band 3 - Geborene des Schicksals

Nun nach einiger Zeit habe ich es endlich geschafft, das Buch zu Ende zu lesen. Nun werden sich einige Leser fragen, warum das so lange gedauert hat. Hat es nicht. Es war unglaublich spannend und mitreißend, wenn man erstmal Zeit gefunden hat zwischen Weihnachten, Brotjob, Familie, Haus und Hof. Nun will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen.

 

Die Geborene des Schicksals - ein großartiger Abschluss einer Fantasytrilogie. Ich habe das so nicht ganz erwartet, dachte an ein anderes Ende, doch nichts ist so, wie es scheint. Ließen die Bände eins und zwei schon großes hoffen, hat der Autor EF v. Hainwald hier eine Welt erschaffen, einen Kampf zwischen Wesen und Menschen, der seines Gleichen sucht. Fremde und Feinde, die sich nicht ertragen konnten, Masakh, jene tierähnlichen verunstalteten Halbwesen, die nichts unversucht ließen, die Menschheit zu bekämpfen, zeigen in diesem dritten Teil ihr wahres Gesicht. Damit meine ich nicht die äußere Erscheinung, sondern das Herz, das diesen Wesen innewohnt. Viele Menschen, auch jene der Gilde der Tassallul erkennen, dass gut und böse nicht immer so einfach zu trennen, zu kennzeichnen sind. Dem Autor gelingt es, eine Spannung aufzubauen, die im Verlaufe des Buches immer mehr ansteigt und in einer Schlacht von unglaublicher Kraft und Bedeutung ihren Höhepunkt findet. Wer wird siegen, wer sterben? Bleibt die alte Weltordnung, die doch immer so war, bestehen oder ist es Zeit für Veränderungen? Welche Bedeutung spielen dabei die Lichtgeborenen - die höheren Wesen der Stadt Madina? Was ist das Artefakt Ebediyet, dass alle so dringend erreichen wollen und hat es auch die Wirkung, die sich alle so dringend erhoffen? All diese Fragen erhalten eine befriedigende, gar eine grandiose Auflösung. Nichts ist so, wie vermutet. Alle Gedanken kreisen und hoffen während des Lesens. Man kann das Buch mit einer seltsamen Befriedigung, die sich natürlich nach Band 1  Geborene des Lichts und Band 2 Geborene der Verderbnis noch nicht einstellen will, beenden. Man legt es beiseite und weiß einfach, so wie es der Epilog verlangt, dass man darüber nachdenken muss, nachdenken sollte, welche Botschaft für die Menschen diesem Buch innewohnt. Diese Botschaft vermag jeder Leser anders zu deuten und doch kommen alle auf verschiedenen Wegen zum annähernd ähnlichen Schluss.

Das Buch beinhaltet rund 500 Seiten und doch ist man überrascht, wie zügig man am Ende ankommt. Also lasst Euch keinesfalls abschrecken. Ja es ist keine dieser seicht dahinplänkelnden Romancen, verlangt denken und nachdenken, verstehen und stirnrunzeln. Aber genau das macht das Buch für mich so wertvoll. Die ersten Seiten beinhalten verschlungene Wege der Hauptprotagonistin Zeemira und deren Freunde Jal und Najim, die durch Abenteuer und kleinere Wirrungen spannend auf des Ende hinarbeiten. Viele kleine Überraschungen warten auf, die man vielleicht am Anfang überliest, bis zu dem Moment, wo man überlegt -hey warte da war doch schon mal so ein Kästchen oder war da nicht mal ... -dort in der Stadt dies oder das? Kleine Hinweise und Nebenhandlungsstränge schüren immer wieder das Überdenken und das erleichterte Nicken, wenn man sich erinnert an - ach ja daaaas wars....;)

Ich bin mit einem sehr zufriedenen warmen Gefühl am Ende des Buches angelangt und kann mit ruhigen Gewissen sagen, ich gebe volle Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Die ganze Trilogie ist eine Herausforderung an den Leser, der Fantasyfan wird sich zufrieden grinsend zurücklehnen. Ich kann es absolut empfehlen, werde es mit Sicherheit nochmal lesen, wenn ein wenig Zeit vergangen ist und werde dann auch sicher noch viel mehr kleine unbedeutend erscheinende Dinge entdecken, die vielleicht jetzt verborgen geblieben sind. Ich danke dem Autor für eine wundervolle Lesezeit.

 

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